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  Freibewitterungsstrecke an der BAB 45 Urheberrecht: © STB

Nachweis der Gleichwertigkeit neuartiger Korrosionsschutzüberzüge für Stahlschutzplanken

Kurze Beschreibung

Forschungsziel ist der Nachweis der Gleichwertigkeit neuartiger Korrosionsschutzüberzüge im Einsatz für alle relevanten Bauteile von Stahlschutzplanken, d.h. neben den verschiedenen Holmprofilen auch Anbauteile (wie Distanzstücke) und insbesondere auch verschiedene Pfostenprofile. Der Einsatz neuartiger Korrosionsschutzüberzüge bietet eine Reihe unmittelbarer Vorteile gegenüber der bisherigen Praxis des Korrosionsschutzes durch Feuerverzinken (Tauchen in ein Bad mit schmelzflüssigem Zink). Diese sind

• Nachhaltigkeitsvorteile (Ressourceneffizienz, Dauerhaftigkeit, etc., insbesondere durch die Gewährleistung konstanter Schichtdicken und den damit verbundenen Einsatz geringerer, gleichmäßiger Korrosionsschutzüberzugdicken mit hochwertigerer Beschichtungsgüte),

• wirtschaftliche Vorteile (Kostenvorteile durch geringeren Materialverbrauch für den Überzug und bei der Reduzierung von Logistikaufwand) und zudem

• sicherheitsrelevante Vorteile (konstantere Materialqualität durch die gleichmäßigeren und hochwertigeren Korrosionsschutzüberzüge).

Eine Bewertung der Gleichwertigkeit erfolgt durch Freibewitterungsversuche an den Bauteilen; hierfür sind Probekörper mit den neuartigen Korrosionsschutzüberzügen

• Z275 / Z600 – schmelztauchveredelt

• ZA300 – schmelztauchveredelt

• ZM140 / ZM300/310 / ZM430 / ZM450 – schmelztauchveredelt

• ZnAl – single-dip Zink-Aluminium-Stückverzinkungsverfahren (5% Al)

sowie zu Vergleichszwecken Referenzprobekörper mit

• Stückverzinkung mit einer Mindestschichtdicke von 55μm und 70μm Schichtdicke im Mittel

im Straßen-Seitenraum als Schutzplanken auszulagern. Die Beurteilung erfolgt durch Sichtprüfung sowie Schichtdickenmessungen. Nach der Prüfzeit im Feld wird der Korrosionszustand zudem anhand von Querschliffen untersucht.

Für die Korrosionsschutzüberzüge sind außerdem noch zusätzliche vergleichende Laboruntersuchungen (Klimawechseltest VDA 233-102) an Schutzplankenholmabschnitten durchzuführen.

Forschungsförderung

FOSTA - Forschungsvereinigung Stahlanwendung e.V.

Partner

  • RWTH Aachen, Institut für Eisenhüttenkunde

Laufzeit

07/2011 – 12/2018 (inkl. Verlängerung)

Ansprechpartner

Achim Geßler