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Brandsichere Stahlbauweisen - Vergleichsbeurteilung des Brandverhaltens verschiedener Baustähle zur Feststellung brandsicherer Stahlbauweisen ohne zusätzliche Feuerschutzmaßnahmen

Kurze Beschreibung

Die Wahl einer Bauweise, ob in Stahl, Beton oder Holz, wird wesentlich von den Erfahrungen des Planers mit dem jeweiligen Werkstoff und der geforderten Planungssicherheit in einem frühen Planungsstadium bestimmt.
Einen Aspekt bei der Werkstoffwahl stellt die Brandsicherheit der Bauteile dar. Üblicherweise wird geprüft, ob die Standardanforderungen an Bauteile nach den jeweiligen Bauordnungen und Richtlinien eingehalten werden. Bei den Standardanforderungen an die Tragfähigkeit handelt es sich um ein Klassifizierungssystem der Bauteile unter Normbrandbeanspruchung.
Die unterste Widerstandsklasse unter Normbrandbeanspruchung kann in der Regel nur mit einer Brandschutzverkleidung der Konstruktion erreicht werden. Die Anordnung einer Brandschutzverkleidung führt jedoch zu ernormen wirtschaftlichen Nachteilen für die Stahlbauweise und verhindert sichtbaren Stahl als architektonisches Ausdrucksmittel.
Eine Möglichkeit, brandsichere und wirtschaftliche unverkleidete Stahlkonstruktionen zu erstellen ist die globale Betrachtung der Brandsicherheit, wobei tatsächlich zu erwartende Brände (Naturbrände) ermittelt werden und die Tragfähigkeit der Stahlkonstruktion unter diesen Erwartungsbränden überprüft wird (Sichtbarer Stahl durch unsichtbaren Brandschutz).
Diese Vorgehensweise hat jedoch den Nachteil, dass ihre Anwendung erst in einem relativ späten Planungsstadium erfolgen kann, da alle Randbedingung für einen Brand bekannt sein müssen.
Neu ist der hier untersuchte Weg, die Brandsicherheit des Stahlbauteils durch die Wahl der Stahlsorte zu erhöhen.
In dieser Studie wird die Leistungsfähigkeit verschiedener Stähle im Brandfall gegenübergestellt und gezeigt, dass auch unverkleidete Stahlkonstruktionen bei Wahl der entsprechenden Stahlsorte die Feuerwiderstandsklasse R30 erreichen können.

Laufzeit

09/1996 - 08/2000

Ansprechpartner

Christoph Heinemeyer