BAZ Fiberline

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Bauaufsichtliche Zulassung für Langerzeugnisse aus pultrudierten glasfaserverstärkten Kunststoffen

Kurze Beschreibung

Der Antrag für die Zulassung erstreckt sich auf die Herstellung, den Entwurf, die Bemessung und Ausführung von Bauwerken aus Langerzeugnissen aus pultrudierten glasfaserverstärkten Kunststoffen der Firma Fiberline Composites A/S unter vorwiegend ruhenden Belastungen entsprechend DIN 1055 Teil 3 - Lastannahmen für Bauten und Verkehrslasten - im Bereich klimabedingter Temperaturen.

Das Pultrusionsverfahren

Die Pultrusion ist ein automatisiertes Verfahren zur Herstellung von Verbundwerkstoffen in gleichbleibend hoher Qualität mit präzise auf den Verwendungszweck abgestimmten Querschnitten und Materialeigenschaften.
Pultrusionsprofile bestehen aus drei Grundelementen: Armierung, Matrix und Additive.
Das Armierungsmaterial wird von Rollen kontinuierlich durch ein beheiztes Werkzeug gezogen, in dem die Fasern mit Matrixmaterial imprägniert werden, das in der vom Werkzeug vorgegebenen Profilform aushärtet. Die Zugvorrichtung führt das ausgehärtete Profil zu einer mitwandernden Säge für den Längszuschnitt nach Vorgabe.
Die Armierungsrollen sind so angeordnet, daß sich ein möglichst guter Überblick über die aktuelle Zusammensetzung von Armierungsfasern bzw. Geweben ergibt. Das erleichtert Sicherheitskontrollen beim Einfädeln in den Führungskopf, der die - für die Eigenschaften und Qualität entscheidende - präzise Plazierung der Armierung im fertigen Profil sicherstellt. Aus demselben Grund ist der Führungskopf unmittelbar vor dem Werkzeug angeordnet.
Die Kunststoffzufuhr geschieht durch Injektion, ein Verfahren, das nicht nur die präzise Führung der Armierung begünstigt, sondern auch den Werkzeug bzw. Materialwechsel beschleunigt. Außerdem gewährleistet Injektion den bestmöglichen Imprägnierungsgrad - ein weiterer wesentlicher Faktor für die Festigkeit und Qualität des fertigen Profils. Da der Kunststoff beim Injektionsverfahren in einem geschlossenen Systemk geführt wird, ergeben sich minimale Verdampfungsverluste.
Nach der Matrixinjektion werden Kunststoff und imprägnierte Armierung im nächsten Werkzeugabschnitt durch weitere Erwärmung gehärtet. Beim Austritt aus dem Werkzeug ist das Profil voll ausgehärtet und formstabil. Parallel und synchrin zum (für die Überwindung der Friktion im Werkzeug dimensionierter) Abzieher - je nach Profil Ketten - oder Umkehrzug - bewegt sich die Säge. So vollzieht sich auch der Längszuschnitt im kontinuierlichen Prozeß.

Forschungsförderung

Fiberline Composites A/S

Laufzeit

08/2000

Ansprechpartner

Björn Abeln