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Technologie- und Sicherheitsgewinn beim Feuerverzinken zum Ausbau der Marktposition des verzinkten Stahlbaus

Kurze Beschreibung

Um die Einsatzgebiete des feuerverzinkten Stahlbaus zu erweitern, sind bei der Verzinkungsindustrie in der Vergangenheit folgende Entwicklungen ergriffen worden:

  • Vermehrter Einsatz von großen Kesselabmessungen von bis zu häufig 17,0 m bis 18,0 m Kessellänge, um große und komplexe Bauteile verzinken zu können
  • Optimierte Verfahrensabläufe und Logistik in der gesamten Prozesskette
  • Kontrolle der Schichtdicke und Schichtoptik durch veränderte Legierungszusammensetzung der Zinkschmelze etwa ab dem Jahre 2000
  • In der Folge musste die Stahlbau- und Verzinkungsindustrie jedoch Rückschläge hinnehmen, denn insbesondere an Bauwerken, die mit Zinkschmelzen verzinkt worden sind, die neben den normalerweise in Deutschland anzutreffenden Bleisättigungsanteilen planmäßig weitere signifikante Anteile an Zinn und Wismut aufwiesen, sowie aus Baustählen mit Festigkeiten ab 355 N/mm² (aber auch teilweise mit geringeren Festigkeiten) hergestellt worden sind, sind nun sehr vermehrt Rissschäden festgestellt worden. Diese Schäden können häufig ernste Ausmaße annehmen. Sie werden oft erst nach dem Einbau entdeckt, da die während des Verzinkungsprozesses entstandenen Risse bis zur Belastung durch die Zinkschmelze verschlossen sind. Mit den üblichen Methoden der zerstörungsfreien Prüfung (ZfP) können die Risse nur unzureichend vor dem Einbau detektiert werden.

    Es stellt sich heraus, dass die weitere Entwicklung des Produktbereichs "verzinkter Stahlbau" nun an Hürden geraten ist, die mit dem geplanten ZUTECH- Forschungsprojekt überwunden werden sollen, um so nicht nur die Position des feuerverzinkten Stahlbaus zu sichern, sondern auch neue Marktanteile hinzuzugewinnen, indem:
  • Technisch- wissenschaftliche Ursachen und Hintergründe der Rissbildung infolge LME beim Feuerverzinken von Stahlbauten umfassend geklärt und identifiziert werden,
  • Gegenmaßnahmen auf der Verzinkungs-, Konstruktions- und Werkstoffseite zur Verhinderung von Verzinkungsschäden entwickelt und klar dargestellt werden,
  • die ertragbare Schädigung bzw. Beeinflussung der Stahlkonstruktionen in Hinblick auf die Bauwerkssicherheit erforscht und definiert wird und
  • aufgrund des dadurch generierten neuen Wissens neue Möglichkeiten und Systeme des Feuerverzinkens erforscht und nutzbar gemacht werden, damit in Zukunft neue Absatzmärkte des feuerverzinkten Stahlbaus mit großen Konstruktionen und optimierten Zinküberzügen erobert werden.

Partner

Projektbeginn

2007

Ansprechpartner

Markus Feldmann