AiF 16175N

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Ergänzende Untersuchungen zur Bewertung zulässiger Restspalte zur Überführung in technische Regeln.

Kurze Beschreibung

Eingeführte Normen verlangen von der Stahlbaufertigung den Nachweis einer vollständigen Durchschweißung bei Vollanschlüssen. Für die ausführenden Betriebe ist diese Forderung oft mit zeit- und kostenintensiven Reparaturschweißungen versehen.
Bis vor kurzem fehlte eine Methode zur Klassifizierung und damit einhergehend eine Methode zur Tolerierung von nicht vollständigen Durchschweißungen (Restspalte), so dass teure Reparaturarbeiten vorprogrammiert waren.
Im Rahmen eines von der Arbeitsgemeinschaft industrieller Forschungsvereinigungen AiF über den Deutschen Ausschuss für Stahlbau DASt geförderten Projektes [AiF 14174N] wurde die Grundlage eines Beurteilungskonzeptes geschaffen, das bei hinreichend genauer Detektierung eines Restspaltes durch ein zerstörungsfreies Prüfverfahren und unter Einhaltung der im Stahlbau geforderten Bauteilsicherheit gewährleistet, dass eine nach aktueller Normensituation ungenügende Durchschweißung im Bauteil belassen werden kann. Mit Hilfe bruchmechanischer Methoden kann so für nicht vollständig durchschweißte HY- bzw. DHY-Nähten an Kreuz- und T-Stößen eine ausreichende Tragfähigkeit nachgewiesen und sprödes Versagen der Verbindung ausgeschlossen werden, und zwar sowohl für ruhende als auch zyklische Beanspruchungen.
In diesem Folgeprojekt wird diese Bemessungsgrundlage auf Stumpfstoßverbindungen ausgeweitet und eine anschließende Umsetzung in neue Richtlinien angestrebt. Ein wichtiger Arbeitsschritt dieses Projekts ist die Erarbeitung einer DASt-Richtlinie zur Ermittlung und Bewertung von verbleibenden Restspalten in Schweißanschlüssen. Insofern ist die Umsetzung der Ergebnisse in die Praxis in wirksamster Form, nämlich direkt in eine technische Regel, in dem vorliegenden Forschungsprojekt implizit.

Forschungsförderung

AiF

Partner

Schweißtechnische Lehr- und Versuchsanstalt SLV Duisburg

Laufzeit

08/2009 - 08/2010

Ansprechpartner

Markus Feldmann