LAKKI

  Modell Urheberrecht: © STB

Lastabtragende Klebverbindungen im konstruktiven Ingenieurbau

Kurze Beschreibung

Aktuelle Entwicklungen in der Bauwerks- und Fassadenarchitektur zeigen die zunehmende Verwendung neuartiger Glas- und Stahl-Glaskonstruktionen zur Umsetzung immer höherer ästhetischer und bauphysikalischer Anforderungen bei gleichzeitig immer größeren Spannweiten unter Einbezug von Glas in primäre statische Systeme. Für zahlreiche Anwendungen bietet sich das Kleben mit seiner flächen-, linien- oder punktförmigen Kraftübertragung als zukunftsfähige und innovative Fügetechnik an und ermöglicht eine deutliche Reduzierung der Anzahl metallischer Verbindungselemente.
Aktuell werden im konstruktiven Glasbau Klebeverbindungen ausschließlich als linienförmige Klebung mit Silikonklebstoffen eingesetzt. Der Verwendbarkeitsnachweis erfolgt für diese Konstruktionen entweder im Rahmen einer Einzelzulassung (Zustimmung im Einzelfall) oder aber es wird eine allgemeine bauaufsichtliche Zulassung für ein bestimmtes System beim Deutschen Institut für Bautechnik (DIBt) erwirkt.

Ziele des Projektes LAKKI sind:
1. Neue konstruktive Entwürfe und Entwurfsideen von Fassaden und Glasbauteilen unter Ausnutzung der Möglichkeiten geeigneter Klebstoffe
2. Technisch-wissenschaftliche Charakterisierung der Klebstoffe und der notwendigen Oberflächenzuständen in Hinblick auf die verschiedenen Einsatzgebiete
3. Schaffen der Grundlagen und der Methoden bei der Planung, Berechnung und Bemessung von geklebten Glas-Glas- und Stahl-Glas-Verbindungen zur sicheren Vorhersage der Festigkeiten und Sicherheiten der Klebfugen bei statischen oder quasi-statischen Belastungssituationen des Hochbaus.

Durch die experimentellen und theoretischen Ergebnisse des Projektes LAKKI sollen verlässliche Berechnungsmodelle der getesteten Komponenten unter baupraktischer Berücksichtigung der Klebschichten aufgestellt werden. Die Ergebnisse der experimentellen Untersuchungen werden dazu dienen, Versuchskonzepte für z.B. allgemeine bauaufsichtliche Zulassungen bzw. Zustimmungen im Einzelfall aufzustellen. Durch den erlangten Wissensstand können konstruktive Vorgaben sowie ein Sicherheitskonzept (u.a. unter Berücksichtigung der Erkenntnisse aus den Versuchen unter Temperatur, nach Alterung usw.) erarbeitet werden.

Forschungsförderung

Dechema

Partner

Laufzeit

11/2010 - 10/2012

Ansprechpartner

Björn Abeln

Carl Richter