IGF Vorhaben Nr.: 20191 N

 

Nutzung der Wirtschaflichkeitspotentiale von „kalt gebogenen“ Gläsern durch Untersuchung ihres Tragverhaltens und ihrer Tragfähigkeit als Mono-, Verbund- und Isolierverglasung sowie der Zwangsbeanspruchung auf die Stahlbauunterkonstruktion

Kaltgebogenes Glas Urheberrecht: © STB

Kurze Beschreibung

Die moderne Architektur wird in den letzten Jahren zunehmend durch freie Formen und transparente Gebäudehüllen geprägt. Neben dem gebräuchlichen Vorgehen des Warmbiegens von Glasscheiben, bietet das Kaltbiegen eine weitere Möglichkeit Glas in die gewünschte Form zu bringen. Dabei wird eine Glasscheibe kostengünstig, ohne vorheriges Erhitzen, in die Form gebogen und an der Unterkonstruktion befestigt. Infolge der aufgebrachten Verformung entsteht ein elastischer Spannungszustand, dessen quantitativen und qualitativen Eigenschaften für eine effiziente Bemessung genau erfasst werden müssen. Durch sowohl numerische, als auch experimentelle Untersuchungen, wird das Verhalten der Glasscheiben unter Kaltbiegungseinflüssen untersucht. Neben etwaigen Einflüssen auf die Festigkeit des Glases werden auch zu erwartende Beulprobleme untersucht. Zusätzlich werden die durch die Rückstellkräfte aus der Scheibe resultierenden Kräfte auf die Stahlunterkonstruktion und deren verformungsabhängige Entwicklung erforscht. Das Versuchsprogramm enthält sowohl Einzel-, als auch Verbund- und Isolierverglasungen. Durch die Festlegung von Grenzwerten und die Kenntnis der Formfindung der Glasscheiben kann das Verfahren der Kaltbiegungen einem breiten Anwenderkreis erschlossen werden.

Forschungsförderung

AiF – Arbeitsgemeinschaft industrieller Forschungsvereinigungen „Otto von Guericke“ e.V.

Laufzeit

1.07.2018 – 30.06.2020

Ansprechpartner

Maximilian Laurs
Pietro Di Biase