Metallleichtbau

  Forschungsgebäude Metallleichtbau (Sandwich-Demohaus) STB

In den vergangenen Jahrzehnten wurden die leistungsfähigen Produkte und Konstruktionen des Metallleichtbaus überwiegend im Industrie- und Gewerbebau eingesetzt. Das Forschungsgebiet Metallleichtbau widmet sich neben diesem klassischen Anwendungsbereich auch der Forschung und Entwicklung im Bereich des Wohn- und Geschossbaus von Neu- und Bestandsbauten. Dazu bedarf es der Entwicklung und Etablierung von Anforderungsstrukturen, anhand derer nachhaltige Gebäudehüllen in Metallleichtbauweise entwickelt werden können. Einige Beispiele von Forschungsaktivitäten, die das Fachgebiet durchführt, sind nachfolgend genannt:

  • Leichtes Bauen als Mittel zur Steigerung der Ressourceneffizienz
  • Neue Querschnitte und Anschlüsse und ihre Tragfähigkeit
  • Optimierung der Regel- und Anschlussdetails im Metallleichtbau hinsichtlich Bauphysik, Energie- und Kosteneffizienz
  • Energetische Sanierung von Gebäuden, auch Wohn- und Bürogebäude, mit Konstruktionen des Metallleichtbaus
  • Konzeption und Entwicklung von innovativen Befestigungstechniken
  • Entwicklung von integrierten Dach- und Außenwandkonstruktionen im Metallleichtbau zur Nutzung erneuerbarer Energiequellen

Dabei werden neben numerischen Untersuchungen auch experimentelle Prüfungen z.B. der bauphysikalischen und mechanischen Eigenschaften von Produkten und Konstruktionen des Metallleichtbaus durchgeführt.

Am Forschungsgebäude "Sandwich-Demo-Haus" können verschiedene Aspekte des nachhaltigen Bauens unter realen Randbedingungen getestet werden.

Eine Übersicht über die laufenden und abgeschlossenen Forschungsprojekte aus dem Gebiet des Metallleichtbaus finden Sie hier.

Das ZIM-Netzwerk ileM

Das Technologie- und Kompetenznetzwerk ileM wurde vom Lehr- und Forschungsgebiet Nachhaltigkeit im Metallleichtbau der RWTH Aachen initiiert und wird im Rahmen des zentralen Innovationsprogramms Mittelstand (ZIM) vom Bundesministerium für Wirtschaft und Energie seit dem 01.01.2016 gefördert. Der Leitgedanke, der hinter der Initiierung des Netzwerks steht, ist die Betrachtung der gesamten Wertschöpfungskette im Metallleichtbau. Von der Herstellung über die Umformung und Montage bis hin zur Sanierung und Demontage von Bauteilen. Vor allem Neuerungen zur Verbesserung der Energieeffizienz und Multifunktionalität der Gebäudehülle sind ein zentrales Thema des Netzwerkes. Die entwickelten Lösungen verstärken die Nachhaltigkeit im Baubereich sowohl im Neubau als auch im Bestand. Durch integrale und adaptive Entwicklungen können neueste Errungenschaften im Bereich der aktiven Energiegewinnung und Speicherung auch im Metallleichtbau genutzt werden.