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  Bild zum Projekt Institut für Stahlbau

Kurze Beschreibung

Ziel des geplanten Forschungsvorhabens ist die Entwicklung eines Sprödbruchkonzeptes zur Beurteilung der Sprödbruchneigung von hochfesten Schraubenverbindungen großer Abmessungen bis M72 der Festigkeitsklasse 10.9 aus kubisch-raumzentrierten Werkstoffen unter tiefen Temperaturen.
Im Rahmen der geplanten Forschungsaktivitäten sollen hierzu systematische Untersuchungen zum Tieftemperaturverhalten von HV-Schraubenverbindungen großer Abmessungen nach DIN EN 14399-4 und DASt-Richtlinie 021 unter statischer und zyklischer Beanspruchung auf theoretischer und experimenteller Basis durchgeführt werden, die als Grundlage des neu zu entwickelnden bruchmechanisch und schädigungsmechanisch basierten Sprödbruchkonzeptes dienen sollen. Hierzu sind Kriterien für die Tieftemperaturanwendung von hochfesten Schrauben zu erarbeiten, die bisher nicht existieren. Diese Kriterien betreffen u. a. die Kenntnis, bis zu welchem Durchmesser HV-Schrauben mit Materialeigenschaften nach DIN EN ISO 898-1 bei tiefen Temperaturen eingesetzt werden dürfen, ohne dass die Legierung verändert werden muss. Zur Vermeidung von kostenintensiven Zulegierungen durch Nickel oder Molybdän, die zwar eine verbesserte Tieftemperatureignung bewirken können, sich in der Folge aber negativ auf die Wirtschaftlichkeit von Stahlstrukturen auswirken, ist eine verbesserte Kenntnis des Sprödbruchverhaltens bei tiefen Temperaturen von Schrauben, insbesondere der großen Abmessungen zum Einsatz in Tragstrukturen für Ingenieurbauwerke wie z. B. On- und Offshore Windenergieanlagen und beweglichen Brücken, dringend erforderlich.

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FOSTA / AiF

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